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Als Allergie (griechisch: „Fremdreaktion“) bezeichnet man eine übersteigerte Reaktion des körpereigenen Immunsystems auf bestimmte allergieauslösende Stoffe aus der Umwelt – die sog. „Allergene“. Diese Stoffe (bzw. die Allergene) sind in der Regel harmlos, aber bei Allergikern kommt es trotzdem bei Kontakt mit diesen Stoffen durch eine Überempfindlichkeitsreaktion zu unangenehmen und krankmachenden Symptomen (zumeist ausgelöst durch entzündliche Prozesse). Im Prinzip handelt es sich also bei einer allergischen Reaktion um eine Überreaktion bzw. falsche Reaktion der natürlichen Immunabwehr auf körperfremde Stoffe.
Zu einer allergischen Reaktion kann es kommen, wenn die Allergene mit der Haut in Kontakt kommen oder über die Atmungsorgane bzw. die Nahrung aufgenommen werden. Die Symptome einer Allergie können mild bis schwerwiegend, und in seltenen Fällen sogar tödlich sein.
Symptome einer Allergie können sein: Niesen, Augentränen (allergische Augenreizung), Fließschnupfen, Husten und Atemnot (besonders bekannt ist der sog. Heuschnupfen, ausgelöst durch Pollenflug). Es kann aber auch zu Asthmaanfällen und juckenden Hautausschlägen kommen (Hautallergie / Nesselsucht / Neurodermitis). Weitere allergische Symptome sind Mundschleimhautschwellungen, Erbrechen, Durchfall oder –in akuten Notfällen- ein sog. anaphylaktischer (allergischer) Schock.
Heute ist bei rund 20.000 Substanzen eine allergieauslösende Wirkung bekannt, in den meisten Fällen sind es Eiweißstoffe, die von Tieren oder Pflanzen stammen.
Pflanzenpollen und Blütenstaub gelten als die bekanntesten Allergenträger – rund 10% der Bevölkerung leiden an Pollenallergien. Aber auch Tierhaare, diverse Cremes oder Hausstaubmilben (genauer: ihr Kot) können allergische Reaktionen hervorrufen. Dies gilt auch für zahlreiche Nahrungsmittel, z.B. Erdbeeren, Nüsse, Milch, Getreide sowie verschiedene Lebensmittelzusatzstoffe – sollte es bei der Nahrungsaufnahme zu einer allergischen Reaktion kommen, spricht man von einer Nahrungsmittelallergie. Auch Schimmelpilze sind dafür bekannt, dass sie allergische Reaktionen auslösen können.
Selbst Metalle, bestimmte Chemikalien, Chlor, Reinigungsmittel und sogar Licht können bei manchen Menschen zu einer allergischen Reaktion führen. Die Reaktion kann je nach Art der Allergie unmittelbar, oder auch erst mit einer Zeitverzögerung von 24 bis 72 Stunden auftreten.
Es gibt verschiedene Arten von Allergietests, durch die man herausbekommen kann, auf welche Stoffe der Patient reagiert: Blutuntersuchungen, Hauttests sowie diverse andere Provokationstests.
In den meisten Fällen werden Allergien durch Medikamente behandelt, sog. Antiallergika. Dies können bestimmte Tabletten, Augentropfen, Cremes, Salben, Injektionen oder auch Nasen- und Asthmasprays sein. Antiallergika können das Auftreten von allergischen Reaktionen mildern oder verhindern, aber zu einer Heilung der allergischen Erkrankung kommt es nicht.
Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind z.B. eine spezifische Immuntherapie, bei der die Patienten über einen längeren Zeitraum langsam ansteigende Dosen des Allergens verabreicht bekommen. Natürlich sollten Betroffene auch versuchen, einen Kontakt mit den allergieauslösenden Stoffen zu vermeiden, was natürlich oftmals nur schwer möglich ist. Auch Kuraufenthalte in den Bergen oder am Meer können zu Verbesserungen führen. Bäder in Salzwasser können bei allergisch bedingten Hauterkrankungen helfen (z.B. bei Dermatitis).
Die Bereitschaft, auf bestimmte Stoffe allergisch zu reagieren, ist offenbar angeboren. Gerade in den letzten Jahren zeigt sich eine breite Zunahme von allergischen Reaktionen, besonders bei Kindern.
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