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Raucherentwöhnung

Der Griff zur Zigarette ist für zahlreiche Menschen eine liebgewonnene Gewohnheit, obwohl sich praktisch jeder Raucher darüber im klaren ist, dass diese Angewohnheit bzw. Sucht zahlreiche negativen Folgeerscheinungen zur Folge haben kann: Durch Rauchen können z.B. Lungenkrebs, bösartige Geschwüre im Mund- und Halsbereich, chronische Bronchitis, Thrombosen sowie diverse Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht werden. Zigaretten enthalten zahlreiche krebserzeugende Stoffe, wobei allein das Nikotin für die körperliche und psychische Abhängigkeit verantwortlich ist.

Viele Menschen versuchen, mit dem Rauchen aufzuhören, doch mit reiner Willenskraft ist es oftmals nicht getan. Hört man spontan mit dem Rauchen auf, können zahlreiche Entzugssymptome auftreten, z.B. Nervosität, Konzentrationsmangel, Gereiztheit und Aggressivität, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Schlafstörungen. Ganz besonders in Stresssituationen schaffen es viele Menschen nicht, auf den Griff zum liebgewonnenen Glimmstengel zu verzichten. Zum Glück gibt es heute diverse Methoden, welche einem helfen können, mit dem Rauchen ein für allemal aufzuhören:

Manche Raucher schaffen es, ihren Zigarettenkonsum langsam herunterzuschrauben, bis sie schließlich ganz damit aufhören. Doch viele Menschen schaffen dies aufgrund der psychischen und körperlichen Abhängigkeit nicht - aber auch diesen Menschen kann geholfen werden.

Als erfolgversprechendeste Methode gilt heute gemeinhin die sog. "Nikotinersatztherapie". Das Grundprinzip dieser Methode ist, dass dem Körper das (für die Sucht verantwortliche) Nikotin auf andere Art als durch Rauchen zugeführt wird - dies geschieht dabei in geringerer Dosierung und langsamer, als wenn man eine "echte" Zigarette rauchen würde. Der entscheidende Vorteil der Nikotinersatztherapie ist, dass die Entzugserscheinungen bei der Raucherentwöhnung deutlich gemindert werden. Außerdem nimmt bei dieser Therapie der Körper nicht mehr die im Tabakrauch befindlichen gesundheitsgefährdenden Stoffe auf (z.B. Kohlenmonoxid oder Teer). Nikotinersatzpräparate gibt es in verschiedenster Form:

- Zu den beliebtesten Präparaten dieser Art gehören auf jeden Fall Nikotinpflaster. Diese werden einfach auf die Haut aufgeklebt, woraufhin das Nikotin langsam und kontinuierlich über die Haut an den Körper abgegeben wird. Ein Nikotinpflaster sollte übrigens täglich gewechselt werden. Studien zufolge soll eine Therapie von ca. 8 Wochen Dauer durchaus ausreichend sein.

- Bei Nikotinkaugummis wird das Nikotin über die Mundschleimhaut des Körpers aufgenommen - diese Kaugummis gibt es übrigens sogar in verschiedenen Geschmacksvarianten.

- Nikotintabletten zum Lutschen funktionieren nach demselben Prinzip wie Nikotinkaugummis (es gibt auch Tabletten, die geschluckt werden können).

Alle genannten Nikotinersatzpräparate sind zwar apothekenpflichtig, aber rezeptfrei zu erhalten. Alle Präparate gibt es in unterschiedlichen Dosierungen - man sollte aber beachten, dass bei Nikotinlutschtabletten und Nikotinkaugummis dem Körper das Nikotin schneller zugeführt wird, als bei Nikotinpflastern. Übrigens gibt es als weitere Präparate dieser Art noch Inhaliergeräte und Nasensprays, die allerdings in Deutschland nicht erhältlich sind.

Nikotinersatztherapien gelten generell als gut verträglich. Bei Nikotinpflastern können in seltenen Fällen Hautrötungen oder -reizungen auftreten, bei den Kaugummis wird ab und zu von Magen-Darm-Problemen oder Kopfschmerzen berichtet (bei einer Raucherentwöhnung mit Hilfe von Nikotinersatzpräparaten sollte aber stets bedacht werden, dass die Gefahr besteht, irgendwann statt von der Zigarette vom Ersatzpräparat abhängig zu sein).

Nikotinersatzpräparate sind allerdings keine Wundermittel: Studien zufolge schaffen es auch mit dieser Methode nur (fast) 2 von 10 Rauchern, dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören - aber zumindest ist bei einer versuchten Raucherentwöhnung mit Ersatzpräparaten die Erfolgschance immer noch doppelt so hoch, als wenn man dabei gar keine Nikotinersatzpräparate einnehmen würde. Einen Versuch ist es also allemal wert, Ihrer Gesundheit zuliebe. Oftmals ist mehr als nur ein Versuch notwendig, um dauerhaft mit dem Rauchen aufzuhören - die Wahrscheinlichkeit, dass dies gelingt, wird allerdings durch Nikotinersatzpräparate eindeutig gesteigert. Besonders bei Rauchern, die täglich mehr als 10 Zigaretten rauchen, ist eine Behandlung mit Nikotinersatzpräparaten auf jeden Fall sinnvoll.

Übrigens: Weitere Tipps rund um das Thema Nikotinentzug bieten zahlreiche Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen.

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