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Cholesterin erfüllt im Körper zahlreiche wichtige Funktionen - es stellt aber gleichzeitig auch einen Risikofaktor dar, wenn es sich in zu großen Mengen im Blut befindet.
Der Körper benötigt Cholesterin beispielsweise als Unterstützung bei der Herstellung von Vitamin D zum Knochenaufbau, bei der Produktion von Gallensäure für den Verdauungsvorgang, beim Aufbau stabiler Zellwände und bei der Produktion von Geschlechtshormonen. Die dazu notwendige Menge von Cholesterin (1-2 Gramm) stellt der Körper vorwiegend in Leber und Darmschleimhaut selbst her. Da Cholesterin aber ein Steroid, also eine fettähnliche Substanz bzw. ein Fettbestandteil ist, findet es sich auch in Lebensmitteln tierischer Herkunft, aber auch in einigen Pflanzenölen. Aus diesem Grunde nimmt der Mensch auch Cholesterin über die Nahrung auf – und zuviel Cholesterin kann schädlich sein. Das überschüssige Fett im Blut kann sich nämlich an den Wänden der Arterien ablagern, wodurch sich diese verengen oder sogar verstopfen können (Arteriosklerose). Dies kann zu Organschäden führen, die gefürchtetsten Folgen sind aber ganz klar Schlaganfall und Herzinfarkt.
Heute gehen Experten davon aus, dass rund 20% der Deutschen zu hohe Blutfettwerte haben. Als besondere Risikofaktoren gelten besonders Übergewicht, Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes, mangelnde Bewegung sowie erbliche Veranlagungen zu Herzkreislauferkrankungen.
Gerade alte Menschen und Personen mit Herz- und Kreislauferkrankungen sollten cholesterinhaltige Lebensmittel vermeiden. In hohem Maße cholesterinhaltige Lebensmittel sind beispielsweise Eier, Butter, Rinder-, Schweine- und Hühnerleber. Berücksichtigt werden muss auch, dass es Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren gibt, welche den Stoffwechsel zur Bildung von Cholesterin anregen. Auch derartige Lebensmittel sollten bei zu hohen Cholesterinwerten unbedingt auf das Notwendigste beschränkt werden.
Eine bessere Ernährung und viel Bewegung können bei zu hohen Cholesterin- bzw. Blutfettwerten durchaus helfen (bzw. die Blutfettwerte senken), in manchen Fällen ist aber eine medikamentöse Therapie unumgänglich.
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